Ich richte meinen Fokus gerade wieder mal neu bzw. nicht ganz neu aus.
Das sage ich nicht als große Ankündigung. Sondern als ehrliche Beschreibung von dem, was gerade passiert. Von dem, was sich in den letzten Wochen und Monaten immer klarer herauskristallisiert hat.
Ich positioniere mich nicht wirklich neu, aber konkreter. Ich gehe einen Schritt, der sich schon lange richtig angefühlt hat und der jetzt Form annimmt.
Und genau darum geht es in diesem Blogartikel.
Nicht um den fertigen Plan. Sondern um den Weg dorthin. Und um drei Dinge, die mir dabei wirklich helfen, und die ich dir deswegen heute mitgeben möchte.

Pläne brauchen Zeit – und das ist gut so
Wir leben in einer Zeit, in der Schnelligkeit als Tugend gilt.
Schnell entscheiden. Schnell umsetzen. Schnell sichtbar sein.
Ich kenne diesen Druck. Dieses Gefühl, dass alle schon weiter sind. Dass man zu langsam ist. Dass man endlich anfangen muss.
Aber ich möchte dir heute etwas anderes sagen.
Gerade wenn du hochsensibel bist – und gerade wenn du vielleicht auch noch ein hochsensibles Kind hast, das deine Energie, deine Aufmerksamkeit, deine ganze Präsenz braucht – dann ist Schnelligkeit nicht dein Freund.
Dann ist Klarheit dein Freund.
Und Klarheit braucht Zeit.
Ich habe meinen eigenen Weg zur nebenberuflichen Gründung nicht in einem Wochenende geplant. Ich habe ihn gelebt. Ich habe ausprobiert. Ich habe hingeschaut, was sich richtig anfühlt – und was nicht. Ich habe Dinge losgelassen, die gut klangen, aber nicht zu mir gepasst haben.
Und ich habe gelernt: Ein Plan, der wachsen darf, ist stabiler als ein Plan, der gestürzt wird.
Erster Tipp: Gib dir Zeit, deinen Plan zu konkretisieren. Nicht als Ausrede. Nicht als Aufschub. Sondern als echte Investition in einen Weg, der wirklich zu dir passt. Du musst nicht morgen alles wissen. Du darfst heute den nächsten kleinen Schritt gehen – und dem Rest vertrauen, dass er sich zeigt.

Dein Bauchgefühl ist kein Zufall
Ich höre seit ca. 10 Jahren wieder sehr bewusst auf mein Bauchgefühl. Gottseidank.
Ich sage bewusst wieder, denn es gab Zeiten, in denen ich es überhört habe. In denen ich funktioniert habe, Erwartungen erfüllt habe, nach außen geschaut habe, was von mir erwartet wird.
Aber irgendwann habe ich angefangen, wieder hineinzuhorchen.
Und heute merke ich es sofort. Dieses Gefühl: Das fühlt sich richtig an. Das fühlt sich stimmig an. Oder – das passt nicht. Das stimmt nicht. Da ist etwas schief.
Gerade als hochsensible Frau ist dieses innere Signal ein unglaublich feiner Kompass. Unser Nervensystem registriert so viel mehr, als wir bewusst wahrnehmen. Und dieses Bauchgefühl – das ist nicht Einbildung. Das ist Information.
Und trotzdem – und das ist wichtig – ist das Bauchgefühl alleine nicht alles.
Denn manchmal gibt es blinde Flecken.
Mir ist das vor Kurzem selbst passiert. Ich habe mich mit einer Businesspartnerin zusammengesetzt. Und sie hat mir etwas gezeigt – etwas, das direkt vor meiner Nase war und das ich trotzdem nicht gesehen habe.
Einen blinden Fleck.
Mein erster Gedanke war nicht Widerstand. Mein erster Gedanke war: Ja. Genau das ist es. Wie konnte ich das übersehen?
Zweiter Tipp: Vertrau deinem Bauchgefühl – und hol dir trotzdem Begleitung. Nicht weil du es alleine nicht schaffst. Sondern weil blinde Flecken zum Menschsein gehören. Eine gute Begleitung ersetzt nicht deine Antworten – sie hilft dir, sie selbst zu sehen.

Schärfe deinen Fokus – auf eine Art, die zu dir passt
Klarheit und Bauchgefühl alleine reichen nicht. Irgendwann braucht es auch Struktur.
Aber – und das ist mir wirklich wichtig – Struktur bedeutet nicht Starrheit.
Ich mag Freiheit. Ich mag Flexibilität. Ich mag keine Kalendereinträge, bei deren Anblick ich schon Stress bekomme. Kein System, das sich wie ein enges Korsett anfühlt.
Und trotzdem brauche ich Überblick. Ich brauche das Gefühl, alles im Blick zu haben. Zu wissen, was jetzt Priorität hat. Was warten kann. Was ich loslassen darf.
Gerade wenn du nebenberuflich gründest – also gleichzeitig Job, vielleicht Familie, vielleicht ein hochsensibles Kind, das viel von dir braucht, und dazu noch den Aufbau von etwas Eigenem – dann ist das echte Komplexität.
Und die braucht ein System. Aber ein System, das zu dir passt.
Ich habe mir über die Zeit mein eigenes entwickelt. Einen Kalender, der mir genau das gibt: Überblick ohne Enge. Struktur ohne Starrheit. Fokus ohne Druck.
Ich nenne ihn den Silvia Wagners Fokuskompass.
Ich bin gerade dabei, ihn für dich aufzubereiten – mit einem Anleitungsvideo, das dir zeigt, wie du ihn für dich nutzen kannst. Er wird bald bei mir erhältlich sein.
Wenn du als eine der Ersten informiert werden möchtest, schreib mir eine E-Mail oder auf Instagram in die DMs. Ich melde mich bei dir, sobald er verfügbar ist.
Dritter Tipp: Schaff dir eine Struktur, die zu dir passt. Nicht die, die für andere funktioniert. Sondern die, bei der du aufatmest statt erstarrst.
Was ich dir heute mitgeben möchte
Nebenberufliche Gründung als hochsensible Frau sieht nicht nach Lehrbuch aus.
Sie ist nicht schnell. Nicht geradlinig. Nicht immer ordentlich.
Aber sie kann echt sein. Und in deinem Tempo. Und auf deine Art.
Gib dir Zeit. Vertrau dir selbst. Und hol dir die Unterstützung, die du brauchst – damit blinde Flecken keine Blockaden werden.
Wenn du dabei Begleitung möchtest, findest du alle Informationen zu meinem 1:1 Mentoring auf meiner Website: www.silvia-wagner.at
Am Freitag erscheint die neue Podcastfolge zu dem Thema.
Trau dich, hochsensibel zu sein. Die Welt braucht mehr davon.
Alles Liebe, deine Silvia









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